Lehre und Bündnisse

Lehre und Bündnisse 163:7c

„Es ist Gott nicht angenehm, wenn irgendwelche Teile
der Schriften dazu verwendet werden, Rassen, Geschlechter
oder Klassen herabzusetzen oder zu unterdrücken. Einigen der
geliebten Kinder Gottes ist durch den Missbrauch der Schriften
viel körperliche und seelische Gewalt angetan worden. Die Kirche
ist zum Bekenntnis und zur Buße gegenüber dieser Einstellung
und Handlungsweise aufgefordert.“

 

Für die Gemeinschaft Christi hat die Bibel von allen Schriften unzweifelhaft die höchste Autorität.

Die Mitglieder der Kirche verwenden allerdings auch das Buch Mormon sowie das Buch Lehre und Bündnisse. Die Gemeinschaft Christi betrachtet Schriften im Allgemeinen nicht als unfehlbar, sondern als lebensnotwendige Richtlinien. Zeit, Sprache, Kultur und Lebensbedingungen spielen eine Rolle bei der Interpretation der Schriften. Eine verantwortungsbewusste, wachsende Interpretation der Schriften ist notwendig für die richtige Anwendung.

Der Prozess über den Offenbarung empfangen wird, beginnt zwar mit göttlicher Inspiration an denjenigen, der zum Amt als Prophet und Präsident der Kirche berufen ist. Zu diesem Zeitpunkt wird diese schriftlich verfasste Inspiration als „Worte des Rates“ bezeichnet. Das Entstehen eines neuen Abschnitts im Buch Lehre und Bündnisse endet dort allerdings nicht. Die Mitglieder der Kirche diskutieren die „Worte des Rates“ auf einer Weltkonferenz ausgiebig und kontrovers und erreichen einen gemeinschaftlichen Konsens. Erst nach mehrheitlichem Beschluss werden die „Worte des Rates“ als neuer Abschnitt in das Buch Lehre und Bündnisse aufgenommen. Zuletzt geschah dies zur Weltkonferenz in Independence, Missouri, USA im Juni 2016, als der Abschnitt 165 als für die Kirche verbindliche Heilige Schrift anerkannt wurde.

Hier sind alle Ergänzungen des Buches Lehre und Bündnisse seit der Drucklegung 1975 aufgeführt: